Matcha Tee – von der Teezeremonie zum Trendprodukt

Der japanische Matcha Tee ist längst vom Geheimtipp unter Teekennern zum absoluten Trendgetränk aufgestiegen. Die Gründe für seine Beliebtheit liegen unter anderem in seiner Bekömmlichkeit und in den zahlreichen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, die ihm nachgesagt werden. Nicht zuletzt überzeugt der grüne Tee durch seine Vielseitigkeit, die ihn als Basis für Tees, Cocktails und Smoothies, aber auch Kuchen oder Eis qualifiziert.

Was ist Matcha Tee genau?

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Der Begriff „Matcha“ bedeutet im Japanischen so viel wie „gemahlener Tee“ und bezeichnet einen fein gemahlenen Grüntee der Sorte Tencha, der unter anderem bei der traditionellen japanischen Teezeremonie verwendet wird. Das Besondere an ihm ist die Tatsache, dass er direkt von einem Teestrauch geerntet wird, der zuvor ungefähr vier Wochen lang im Schatten gelegen hat. Auf diese Weise entstehen besonders dunkle und aromatisch-intensive Teeblätter. Diese werden nach der Ernte sorgfältig getrocknet und gedämpft und anschließend zu einem feinen grünen Pulver zermahlen.

Matcha Tee gilt nicht nur in Japan als eine sehr edle Teesorte und wird zu entsprechend hohen Preisen gehandelt. Das liegt auch daran, dass der hochwertige Tee nur in wenigen Teegärten angebaut wird. So sind je nach Qualität und Anbieter Preise von bis zu 40 Euro und mehr pro 100 g Matcha Tee möglich. Aktuell wird noch immer der größte Anteil des Matcha Pulvers in Japan selbst konsumiert und nur knapp 4 % aller Erträge werden ins Ausland exportiert – die Tendenz ist aber weiter steigend.

Schonender Wachmacher: der Koffeingehalt

Bei vielen Nicht-Kaffeetrinkern ist Matcha Tee aufgrund seiner anregenden Wirkung als beliebter Wachmacher bekannt. Wie alle grünen Tees enthält das japanischeMatcha Teepulver tatsächlich ebenso wie Kaffee den Wirkstoff Koffein – schon ein gehäufter Teelöffel für die Zubereitung wirkt daher ebenso anregend wie etwa eine Tasse Espresso. Allerdings ist das Koffein in Tees weitaus bekömmlicher, da es an pflanzeneigene Flavonole gebunden ist und aus diesem Grund erst im Darm freigesetzt wird – dadurch schont es nicht nur den Magen, sondern zeigt auch eine deutlich länger anhaltende Wirkung. Selbstverständlich sollte der Konsum von Matcha Tee dennoch nicht übertrieben werden, da auch hier theoretisch Koffein-Überdosierungen möglich sind. In Maßen genossen kann der japanische grüne Teeaber durchaus als „schonender Espresso“ eingesetzt werden.

Die Inhaltsstoffe: So gesund ist Matcha Tee

Matcha Tee Pulver
Matcha Tee hat seinen guten Ruf nicht nur wegen seiner Vielseitigkeit, sondern insbesondere auch wegen der zahlreichen Inhaltsstoffe erlangt, die sich bei regelmäßigem Konsum positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken können. So enthält das vielseitige Pulver unter anderem eine hohe Konzentration an Antioxidantien, die freie Radikale binden und so die Zellregeneration beschleunigen. Auf diese Weise kann nicht nur verfrüht auftretenden Alterungserscheinungen, sondern auch der Entstehung von Krebs vorgebeugt werden. Weitere wichtige Inhaltsstoffe des Matcha Pulvers sind unter anderem

Aminosäuren (insbesondere L-Theanin)
Chlorophyll
Proteine
Kalzium
Eisen
Kalium
Vitamine
Catechine

Besonders der hohe Eisengehalt im Matcha Tee fällt bei genauerer Betrachtung der Zusammensetzung auf: Bis zu 17 mg Eisen können in nur 100 g Teepulver enthalten sein. Damit zählt der japanische Grüntee zu den eisenhaltigsten Lebensmitteln überhaupt. Aber auch die Menge an Antioxidantien und Catechinen kann sich sehen lassen: So enthält Matcha Tee etwa 137 Mal mehr EGCG (Epigallocatechingallat) als andere grüne Tees und besitzt dadurch einen der höchsten je gemessenen ORAC-Werte (Oxygen Radical Absorbance Capacity). Zum Vergleich: Der im Matcha Pulver gemessene Wert beträgt 1384 TE pro Gramm, während Acai-Beeren „nur“ 1027 TE/g aufweisen. Nicht umsonst ist der grüne Tee nicht nur bei Trendsettern, sondern auch bei Gesundheitsbewussten besonders gefragt.

Die Vitamine B1, B2, B3 sowie E und K konnten ebenfalls im Matcha Tee nachgewiesen werden, ebenso wie ein vergleichsweise hoher Wert von Vitamin A (Beta-Karotin). Der menschliche Körper benötigt diese Substanz nicht nur für den Stoffwechsel, die Haut und die Schleimhäute, sondern auch für die Augen und die Sehfähigkeit. Zu einer ausgewogenen Ernährung und einer gesunden Lebensweise passt der japanische Matcha Tee daher ideal, da er den Körper zusätzlich mit Vitaminen, Mineralien und anderen wichtigen Substanzen versorgt. Die Verzehrempfehlung für den vielseitigen Grüntee liegt bei etwa 2 – 4 x pro Woche; bei Bedarf kann er aber durchaus auch täglich als Heißgetränk oder auch als Smoothie getrunken werden.

So wird Matcha Tee richtig zubereitet

Matcha Tee Set mit Chasen (Besen)

Bei dem exklusiven japanischen Grüntee kommt es nicht nur auf die richtige Herstellung und Lagerung, sondern auch auf die Zubereitung an. Matcha wird seit längerer Zeit auch in der traditionellen japanischen Teezeremonie verwendet und spielt daher auch in der Kultur des Landes eine entsprechende Rolle. Auch bei der Zubereitung zuhause sollte die richtige Zubereitungsweise beachtet werden, um den optimalen Geschmack aus dem grünen Pulver herauszuholen. Dazu werden ungefähr 1 – 2 g Matcha Pulver in einer speziellen Matcha Schale mit etwa 80 °C heißem Wasser übergossen (ungefähr 60 – 100 ml Wasser reichen hier aus; die Menge kann aber auch variieren und der Tee so mehr oder weniger stark getrunken werden).

Für das Vermengen wird ein Bambusbesen verwendet, der im Japanischen Cha-sen heißt. Dabei gibt es eine besondere Technik, bei der der Tee aus dem Handgelenk heraus schaumig geschlagen wird. Die Bewegung des Besens sollte ungefähr dem Buchstaben „M“ gleichen. Wenn die Oberfläche des Tees von festem grünem Schaum bedeckt ist, ist der Matcha fertig und zum Verzehr bereit.
Typisch für das Matcha Tee Pulver ist seine Eigenschaft, seine Frische nach dem Zermahlen und Verpacken nur vergleichsweise kurz zu bewahren. Nach dem Kauf und der Öffnung der Packung sollte es also zeitnah verbraucht werden, um Geschmack und Aroma möglichst optimal zu halten. Während der Lagerung darf der Tee keinesfalls dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da er durch die Einstrahlung einen Großteil seiner Wirkung verliert.

Dies gilt auch bei Temperaturen über 30 °C. Schon eine Lagerung bei etwa 25 °C kann Wirkung und Geschmack des Matcha Tees negativ beeinflussen. Zu empfehlen ist die Aufbewahrung im Kühlschrank, und zwar in einem lichtundurchlässigen und luftdichten Behälter. So kann auch verhindert werden, dass das Pulver fremde Gerüche aufnimmt. Zum Entnehmen einer Portion Matcha darf das Behältnis nur kurz aus dem Kühlschrank genommen und geöffnet werden – der japanische Grüntee zieht schnell Feuchtigkeit und ist dann nicht mehr genießbar.

Matcha Pulver: vielseitig einsetzbar für Speisen und Getränke

Matcha Latte

Traditionsgemäß wird der japanische Matcha Tee als Heißgetränk aufgebrüht und direkt verzehrt. In vielen Coffeeshops wird er aktuell als „Matcha Latte“, also mit heißer sowie aufgeschäumter Milch, angeboten und ersetzt so den bei Kaffeetrinkern beliebten Latte macchiato. Als Trendgetränk wird der grüne Tee in kaltem Zustand aber auch als Bestandteil grüner Smoothies verwendet, die mit zahlreichen weiteren Zutaten wie Beeren, Früchten oder Gemüse sowie Milch oder Säften angereichert werden können. Der japanische Matcha Tee kann aber nicht nur in Getränken, sondern auch in Desserts wie Eis, Keksen oder Kuchen eingesetzt werden.

Diesen verleiht er nicht nur seine typisch leuchtend grüne Farbe, sondern auch den speziellen herb-cremigen und oftmals leicht nussig-fruchtigen Geschmack. Um die besten geschmacklichen Ergebnisse zu erzielen und eine optimale Wirkung aus dem Grünteepulver herauszuholen, ist es ratsam, auf Bio-Produkte zurückzugreifen und kleinere Packungsgrößen zu verwenden – so steht einer gesunden und vielfältigen Verwendung des Trendprodukts Matcha Tee nichts mehr im Wege.

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