Traditionelle Zubereitung des Matcha Tees

Neben dem feinen Geschmack dieses hochwertigen Tees aus Fernost macht ihn auch die traditionelle Zubereitung zu etwas ganz Besonderem. In Japan beispielsweise ist er als wichtiger Bestandteil der berühmten Teezeremonien kulturell nicht wegzudenken, doch auch in China, wo er ursprünglich herkommt, ist Matcha Tee seit tausenden von Jahren beliebt. Auch fernab von Asien lässt sich die besondere Stimmung einer japanischen Teezeremonie zu Hause nachahmen, wenn man weiß, was zu tun ist.
Für den optimalen Teegenuss gibt es je nach Teesorte für gewöhnlich immer ein paar Dinge zu berücksichtigen, welche Zubereitungsmethode sich aber speziell für den Matcha Tee empfiehlt, ist die folgende:

Aufbewahrung

Schon die richtige Aufbewahrung ist vorab wichtig, möchte man in den Genuss des vollen Aromas kommen. Das Matcha Pulver sollte nicht einfach nur in einem Beutel aufbewahrt werden, sondern in einer fest verschließbaren Dose, so dass das Aroma bis zum Gebrauch und länger erhalten bleibt. Zu beachten ist auch, dass die Farbe des Pulvers grün sein sollte und nicht etwa braun oder gelb.

Mengen

Die genaue Menge des Pulvers ist eine Geschmacksfrage, als Richtwert kann man aber erst einmal etwa 1 Gramm auf 100 ml verwenden und später je nach persönlicher Vorliebe nach unten oder oben variieren. Zu bedenken ist, dass das Aroma von Teepulver intensiver ist als das von Blättern, so dass 1 Gramm, auch wenn es erst einmal wenig erscheint, durchaus ausreichend sein kann. In Japan wird traditionellerweise mit einem speziellen Bambuslöffel dosiert.

Aber bitte ohne Klümpchen

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Zu Beginn der Zubereitung empfiehlt es sich, das Matcha Pulver entweder durch ein feines Haarsieb aus Edelstahl zu sieben oder eine spezielle Siebdose zu verwenden wie sie auch in Japan zum Einsatz kommt. Dieser Schritt verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich während der Zubereitung möglicherweise das eine oder andere Klümpchen bildet. Optional kann man auch zusätzlich mit möglichst wenig kaltem Wasser das Pulver vor dem eigentlichen Aufguss zu einer Paste rühren um Klümpchen wirklich gänzlich auszuschließen.

Der Aufguss

Es ist auf jeden Fall sehr sinnvoll, eine Teeschale zu verwenden und nicht etwa eine Tasse oder ein Teeglas. Das Wasser sollte auf ca. 80°C erhitzt werden, nicht mehr. Hat man kein Thermometer zur Hand, stoppt man den Wasserkocher, noch ehe Blasen aufsteigen oder nimmt vorher den Topf vom Herd oder man wartet einfach nach dem Kochen des Wassers noch ein bis zwei Minuten ab, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Tee „schlagen“

Nun kommt der wichtigste Teil. Wenn das Matcha Pulver in der Teeschale mit dem heißen Wasser übergossen wurde, kommt ein Chasen zum Einsatz. Ein Chasen ist eine Art Bambus-Rührbesen, der dazu verwendet wird, das Matcha Pulver im heißen Wasser zu schlagen, bis er eine leicht cremig-schaumige Konsistenz erreicht. Wenn ein originaler Chasen verwendet wird, sollte man ihn vor seinem Einsatz unbedingt in Wasser anfeuchten, ansonsten könnte es zu Bruchstellen an den Borsten kommen. Geschlagen wird mit sehr schnellen Bewegungen aus dem Handgelenk- egal ob kreisend oder einfach nur hin und her – für eine Dauer von etwa 30 bis 60 Sekunden. Auf diese Weise entsteht die berühmte schaumige Konsistenz des Matcha Tees, woran auch zu erkennen ist, ob er fertig zubereitet ist.
Danach kann der Matcha Tee umgehend in derselben Schale, in der er aufgegossen wurde, zum Trinken gereicht werden.